Ausstellung
27. Arpil - 9. mai
Freiburg Schwarzwald City
Kooperation Ringfofo Löffler &
Caritas international
Ochs & Öl
Reichtümer in der Krisenregion Sudan
Im Sudan kämpfen die reguläre Armee SAF unter General al‑Burhan und die paramilitärische Miliz RSF unter Daglo gegeneinander. Beiden geht es um Macht, die Kontrolle über den Staat und lukrative Ressourcen wie Gold und Öl.
Der Krieg stürzt die Hälfte der Bevölkerung in akuten Hunger. Über 10 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Vereinten Nationen bezeichnen diesen Krieg als die größte humanitäre Krise unserer Zeit.
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Kodok am Nil
Zufluchtsort für Frauen und Kinder
Millionen von Frauen mit ihren Kindern retten sich vor dem Machtkampf im Sudan in die Nachbarländer der Region.
Alleine 1,2 Millionen Menschen flohen nach Südsudan, viele in die Grenzstadt Kodok am Weißen Nil.
Die Stadt ist Jahrtausend alter Sitz des Königreichs der Shilluk. Durch die Fluchtbewegung aus dem Sudan, hat sich ihre Bevölkerung schlagartig vervielfacht.
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die Lebensader weißer nil
transportiert und ernährt Tausende
Seit Kriegsbeginn 2023 bis heute sind 1,2 Millionen Menschen vor der Gewalt im Sudan in den Südsudan geflohen. Teils in großen Booten mit 500 Flüchtlingen pro Boot, teils in kleinen Pirogen.
Wie zu biblischen Zeiten, ist der Nil Rettung und Lebensader zugleich. Tausende in Kodok angekommene Frauen und Kinder ernährt der Nil. Zusammen mit externer Hilfe beugt er Unter- und Fehlernährung der Kinder vor.
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Lachen & zöpfe flechten
Beisammensein genießen können
76% der Südsudanesen leben unterhalb der Armutsgrenze. Nun kommen die Geflüchteten aus dem Sudan hinzu. Typischerweise kommen sie mit einer Bluse am Leib und einem Kind an jeder Hand. That’s it.
Die schwangere Nyamojwok ruht sich auf der Matte, die sie von den Schwestern bekommen hat, aus. Die anderen haben Spaß und Zeit zusammen. Hunger haben sie heute keinen. Zu Mittag gab es einen Fisch aus dem Nil.
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Sr. Gracy
Reichtümer in der Krisenregion Sudan
Caritas international unterstützt von der Karlstraße aus über 600 Projekte in 73 Ländern. Dabei arbeitet der internationale Bereich des Deutschen Caritasverbandes ausschließlich mit lokalen Profis nach dem Partnerschaftsprinzip.
Sr. Gracy mit ihrer Mary Help Organisation ist eine von diesen Profis. Vor 25 Jahren gründete sie ein Hospital und die erste Hebammenschule Südsudans mit Bachelor-Abschluss.
In ihrem Fokus dem Nächsten beizustehen, kennt sie keine Furcht vor Hindernissen.
Die sowjetische Iljuschin Maschine (NATO-Codename: Crate), liegt seit Jahrzehnten auf ihrem Weg zum Hospital.
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Sister & Soldat
Als kleiner Junge war er schon bei ihr im Hospital
Mitten im bewaffneten Konflikt erwartete die Schwester einen Hilfskonvoi für Dörfer, die auf humanitäre Hilfe angewiesen waren. Die Soldaten hatten den Konvoi blockiert. Aber viele von Ihnen, ihre Frauen und Kinder wurden im Hospital der Sister behandelt. "Entweder ihr lasst die Güter durch, oder ich schließe das Krankenhaus", drohte die Schwester den leitenden Offizieren. Sie glaubten ihr nicht.
Aber nach 3 Tagen ohne Gesundheitsversorgung, ließen die Soldaten den Konvoi passieren.
Es fehlte nicht ein einziger Sack mit Lebensmitteln.
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Thomas
Fußball verbindet
Thomas ist 10. Vor gut zwei Jahren kam er mit seiner Mutter Bakitha und seinen 3 Geschwistern nach Kodok. Sein Papa kämpft wahrscheinlich irgendwo im Sudan - hofft er.
Aber Fußball verbindet, geht immer. Wir haben viel Spaß mit der Kamera und seinem selbst gemachten Ball.
Am letzten Tag hab ich ihm mein Mitbringsel, einen echten Fußball, gegeben. Damit war er dann der Held auf dem Platz.
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Ronaldo von kodok
Kicken macht Glücklich, aber Schule wär auch cool.
Ob Kodok oder Freiburg, das Glück im Herzen eines Jungen beim kicken ist wohl überall gleich groß.
Ein Glück ist es auch, dass die Shilluk friedfertige Menschen sind, so sagen die Schwestern. Deshalb passiert recht wenig an dem Ort der sich durch den Flüchtlingsstrom in den letzten 4 Jahren vervielfacht hat.
Aber die Schwestern machen sich Sorgen: Tausende Kinder sind ohne Schulplatz. Dem ersten Caritas-Projekt, dem Bau von tausend Unterkünften, soll jetzt eine Schule für 600 Schüler folgen.
Jeder ist natürlich herzlich eingeladen mitzuhelfen.
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